Autofinanzierung? Aber sicher!

Die Bank wird Ihnen einen Autokredit gewähren, vorausgesetzt Sie können entsprechende Sicherheiten vorweisen. Der Kreditgeber hat allergrößtes Interesse daran, dass Sie in der Lage sind, den Kredit zurückzubezahlen. Um einschätzen zu können, wie wahrscheinlich es ist, dass die Bank wieder an ihr Geld kommt, orientiert sie sich an bestimmten Merkmalen des Kreditantragstellers. Dazu zählen ein geregeltes Einkommen sowie die persönliche Zuverlässigkeit des Kunden.

Zu allererst einmal fordert das Kreditinstitut von Ihnen den Identitätsnachweis in Form eines Personalausweises oder Reisepasses. Sollten Sie kein deutscher Staatsbürger sein, ist zudem der Nachweis einer gültigen Arbeitsaufenthalts- und Arbeitserlaubnis notwendig.

Bei kleineren Darlehenssummen reichen der Bank Ihre letzten zwei bis drei Gehaltsabrechnungen als Einkommensnachweis aus. Dieser dient als Anhaltspunkt dafür, dass der Autokreditinteressent finanziell im Stande ist, das Darlehen zum vereinbarten Zeitpunkt auch wieder zu tilgen.

Des Weiteren muss der Kunde eine Selbstauskunft tätigen. Darin macht er Angaben über seine monatlichen Fixkosten, beispielsweise die Kosten für Lebenshaltung und Miete. Sollte das Kreditinstitut anhand dieser Informationen erkennen, dass die monatlichen Kreditraten höher sind als die dem Kunden zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel, verlangt sie entweder weitere Sicherheiten oder lehnt den Antrag für den Autokredit ganz ab.

Im Rahmen des Autokreditvertrags gibt der Kreditnehmer eine Einverständniserklärung darüber ab, dass das Kreditinstitut weitergehende Informationen über seine Zahlungsmoral bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA) einholt. Auch diese Maßnahme dient den Banken dazu, eventuelle Risiken der Kreditvergabe zu identifizieren und einschätzen zu können.

Zusätzlich zu den oben genannten Bonitätsmerkmalen können die Banken weitere Sicherheiten verlangen. Diese können - abhängig von der Höhe des Autodarlehens oder auch der Kreditwürdigkeit des Antragstellers – unterschiedlich ausfallen.

Folgende Situationen sind denkbar: Bei einem Autokredit fordert die Bank den Antragssteller dazu auf, ihr den Fahrzeugbrief zu überlassen. Nach vollständiger Tilgung des Kredits erhält der Kreditnehmer das Dokument zurück. Einige Banken bestehen auf die Abtretung von Ansprüchen auf Gehalt und Sozialleistungen. Diese Maßnahme dient der Bank zur Sicherung der Ansprüche aus dem Darlehensvertrag. Dabei beschränkt sie sich in Ihrem Anspruch auf den Kreditbetrag mit einem 20 prozentigen Aufschlag, der pro forma für die Kosten einer eventuellen Rechtsverfolgung oder eines Zahlungsverzugs erhoben wird.

Für jeden Kreditnehmer besteht - bedingt durch Unfall oder Krankheit - die Gefahr, längere Zeit berufsunfähig zu werden. Das würde bedeuten, dass er die Tilgungsraten von einem Monat auf den anderen nicht mehr leisten kann. Für einen solchen Fall gibt es die Restschuldversicherung, die im Rahmen eines Kreditvertrags möglich ist. Sie äußert sich in einer vom Kreditnehmer gezahlten Einmalprämie und sichert sowohl Bank als auch Kreditnehmer bzw. seine Angehörigen ab, falls es zum Ernstfall kommen sollte. Durch eine Restschuldversicherung ist gewährleistet, dass die Kreditraten bzw. der Restbetrag des Autodarlehens weiter gezahlt werden.

TIPP von Hammerkredit.de: Der Eintritt von Arbeitslosigkeit ist nicht bei allen Restschuldversicherern abgedeckt. Wenn Ihrer Meinung nach Ihr Arbeitsplatz auf wackeligen Beinen steht, sollten Sie ein Versicherungsunternehmen wählen, das auch im Fall eines Arbeitsplatzverlustes Ihre monatlichen Autokreditraten weiterzahlt.


 
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